Ferdinand Krieg: Paartherapie und Paarberatung, Berlin.

Dipl.-Theologe. Systemischer Therapeut und Berater (SG).
Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie.

Ferdinand Krieg

Ferdinand Krieg Paarberatung Berlin Prenzlauer Berg Ferdinand KriegFerdinand Krieg

Mehrjährige Tätigkeit in der Begleitung von Paaren in Berlin Prenzlauer Berg. Workshops und Seminare für Paare.

Als Theologe, Systemischer Therapeut und Berater (SG) und Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie beratende und therapeutische Tätigkeit für Einzelpersonen, Paare und Familien.

Ferdinand Krieg war zu Gast im SAT1-Frühstücksfernsehen, bei Promiflash.de, RTL, ZDFNeo und ZDFInfo, RBB-Fritz-Radio und als Interviewpartner für Men’s Health, DER TAGESSPIEGEL , DIE WELT und FAZ (Vgl. Medien).

Ausbildung, Studium, Weiterbildung und Berufserfahrung

Diplom-Theologe (Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau)

Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie (staatliche Bezeichnung)

Systemischer Berater und Therapeut (SG) (Privates Zertifikat durch die Systemische Gesellschaft in Deutschland)

1999 Abitur.

1999 Propädeutisches Sozialpraktikum in einer Caritas-Werkstatt für Körperbehinderte, im Bereich der beruflichen und sozialen Rehabilitation erwachsener, körper- und mehrfachbehinderter Menschen.

1999 – 2005 Studium der Philosophie und der Theologie an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg im Breisgau und in Chennai (Madras), Indien. Wissenschaftliche Arbeit über interreligiöse Kommunikations- und Dialogformen. Akademischer Grad: Diplom-Theologe (Dipl.-Theol.)

2002 – 2003 Seelsorge- und Studienjahr in Indien (Madras/Chennai). Seelsorge in den Slums der Stadt. Soziale Arbeit in den Armenvierteln einer Pfarrei. Jugendarbeit und Religionsunterricht für Kinder- und Jugendliche.Studienschwerpunkte in indischer Philosophie und Spiritualität. Studienaufenthalt in einem interreligiösen Ashram in Südindien.

1999 – 2007 studienbegleitende Pastoral- und Seelsorgeausbildung für zukünftige Gemeindeseelsorger in Freiburg im Breisgau. Schwerpunktveranstaltungen in Kommunikationspsychologie (z.B. themenzentrierte Interaktion (TZI) und klientenzentrierte Gesprächsführung nach C. Rogers), Beichtseelsorge, Trauerseelsorge, Klinikseelsorge, Familienseelsorge, Ehevorbereitung und Hochzeitsfeiern, Religionspädagogik und Jugendarbeit, Rhetorik und Homiletik, Mitarbeiterführung und Teamarbeit, Kirche und Medien, Spiritualiät.

2006 – 2009 Arbeit als Seelsorger in Pfarrei, Schule (Grundschule, Hauptschule und Gymnasium) und Jugendarbeit. Schwerpunkte: Jugendseelsorge, Erwachsenenbildung, Religionsunterricht an Grundschule, Hauptschule, Gymnasium, Begleitung von Paaren auf dem Weg zur Hochzeit, Hochzeitsfeiern, Trauerseelsorge, Krankenpastoral. Erfahrungen in der Teamsupervision. Weiterbildungveranstaltungen in Seelsorge und Teamleitung.

2010 Seelsorge-Ausbildung durch die Ökumenische Telefonseelsorge Berlin. Schwerpunkte: Kenntnisvermittlung über psychische Erkrankungen und Psychopathologien, Probleme mit körperlicher und psychischer Gewalt, Umgang mit Abhängigkeit, Sucht und Suizid; Partnerschaftsprobleme. Einheiten zu Selbsterfahrung unter Anwendung systemischen Arbeitens, themenzentrierter Interaktion (TZI). Theoretische und praktische Kenntnisvermittlung zu helfender Kommunikation- und beratender Gesprächsführung.

2010 – 2011 Eigeninitiiertes Ausscheiden aus dem Kirchendienst.

2010 – 2013 Private psychologisch-therapeutische Weiterbildung in systemisch-lösungsorientierter Therapie, Familientherapie und Beratung am Institut für systemische Impulse Berlin (isi Berlin), “Einzeltherapeut, Paartherapeut und Familientherapeut” (isi Berlin). Zertifikat als Systemischer Therapeut und Berater (SG) zertifiziert durch die Systemische Gesellschaft in Deutschland. Inhalte der Weiterbildung u.a.: Systemische Therapie und Beratung in Theorie und Praxis. Beraterische und therpeutische Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Familien nach systemischer Methode. Berufsbegleitende Weiterbildung gemeinsam mit Psychologen und Sozialpädagogen.

2010 und 2011 Tätigkeit in der psychosozialen Beratungsstelle „Offene Tür Berlin e.V.“ Gemeinnützige Einrichtung für systemisch-psychologische Einzel-, Paar- und Sexualberatung. Praktikum und Mitarbeit. Supervisierende und fachliche Leitung: Dipl.-Theol. Joachim Reich, Systemischer Therapeut, Systemischer Paartherapeut und Sexualtherapeut, sowie klinischer Sexologe.

Seit 2012 selbständige Beratungstätigkeit im Bereich Einzelberatung, Paarberatung (Eheberatung) und Familienberatung in Berlin. Supervision und Intervision mit Kolleg/innen.

Seit 2012 Leiter eines Forschungsprojektes im Bereich Philosophie und Ethik. Förderung durch die Forschungsstelle der Anthroposophischen Gesellschaft in Deutschland. Dissertationsprojekt über die monistische Philosophie Rudolf Steiners und ihre Konsequenzen für menschliche Freiheit und ethisches Handeln.

2014 – Märchen und Partnerschaft. Über die Arbeit mit Märchen in der Begleitung von Paaren. Weiterbildungsinhalte durch Märchenerzählerin und Autorin Nana Avingarde, Mitglied der Künstlervereinigung GEDOK und der Europäischen Märchengesellschaft.

2014 – Lehrkurs zur Vorbereitung auf die staatliche Überprüfung zum Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie. Heil- und Lehrpraxis Dipl.-Psych. Thomas Rehork. Psychiatrische Krankheitslehre und Gesetzeskunde.

Erlaubniserteilung zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz (§1 HpG Abs. 1 vom 17. Februar 1939 (RGBl. I S. 251, BGBl. III 2122-2) mit Wirkung vom 10.12.2014 durch das Gesundheitsamt Lichtenberg Berlin (Bezirksamt Lichtenberg Berlin), Alfred-Kowalke-Strasse 24, 10315 Berlin. Angemeldet beim Landesamt für Gesundheit und Soziales Berlin, Fehrbelliner Platz 1, 10707 Berlin (Aufsichtsbehörde). Erteilt und gültig in der Bundesrepublik Deutschland.

Seit 2015 Systemische Therapie als Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz in Berlin Prenzlauer Berg. Überdies Systemische Einzelberatung, Paarberatung (Eheberatung, Paartherapie) und Familienberatung.

Mehr zu mir…

Vom Traualtar zur Beratungscouch – ehemaliger Seelsorger arbeitet mit Paaren in Berlin

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Ferdinand Krieg – Warum ich gerne mit Paaren arbeite…

Es ist manchmal so, als könne ich in einem geöffneten Buch lesen, wenn ein Paar vor mir sitzt und von sich erzählt. Vielleicht müsste ich auch sagen, dass dieses Buch für mich zu lesen geöffnet wird, bewusst und freiwillig. Gemeinsam suchen wir nach einem guten weiteren Verlauf der darin enthaltenen Liebesgeschichte. Das ist für mich ein wirklicher Vertrauensbeweis, den zwei Partner mir zeigen. Der Blick von außen auf eine Geschichte, die ein Paar zu mir mitbringt, ist meist ein Wunsch der beteiligten Partner. Wie ich eine Geschichte einschätze und was ich wohl herauslesen könnte, oder welche Änderungsideen ich einbringen könnte? Dabei geht ist nicht darum alles neu zu schreiben, sondern viel mehr zwischen den Zeilen zu lesen, schnell Überlesenes in Erinnerung zu rufen und sich manchmal für weniger Text auf einer Seite, mehr Zeichensetzungen, also um eine Verlangsamung zu bemühen. Man könnte auch in Kapitel einteilen, denn wie oft steht gleich die ganze Geschichte wegen nur eines schlechten Kapitels oder Buchabschnittes vor dem Aus.

Persönlich bewegt mich, wenn mir Menschen anvertrauen, was sie beschäftigt, was sie schmerzt, was sie sich erhoffen, welche Enttäuschungen sie mit sich tragen, wo sie Sprachlosigkeit erleben, wenn sie mit zu viel Worten Unfrieden gesät haben und es bereuen, kurz um, es rührt mich an, wenn es um das Menschliche der Menschen geht; jenseits von Perfektion und Routine. “Nichts Menschliches ist mir fremd!” ist ein wichtiger Satz für mich, aus meiner Lebensgeschichte. In-Beziehung-Sein ist für mich das, was mich menschlich macht. Wichtige Menschen haben meinen Lebensweg begleitet und sind für mich Wegweiser, Brückenbauer oder Sorgennehmer geworden. Und es gibt jene Menschen, die mir helfen, so zu sein, wie ich bin. Ich will damit sagen, dass ich in Bezogenheit auf andere Menschen, besonders auf diejenigen, die mich und die ich liebe, zu dem geworden bin, was ich heute bin.

Dennoch bleibt vielleicht die Frage, was einen jungen Mann bewegt, mit Menschen zu arbeiten, sich ihre Probleme anzuhören und neue Lösungsstrategien angesichts eines zu überwindenden Paarkonfliktes zu erarbeiten.

Da schlägt zu allererst eines Menschenfreunds, eines Theologen und ehemaligen Seelsorgers, der die Höhen und Tiefen menschlichen Lebens aus seiner Zeit in der Gemeindeseelsorge kennt. Persönlich wichtig ist mir dabei, dass jeder Mensch, gleich welcher Religion oder Weltsicht, ungeachtet von Hautfarbe, Herkunft, finanziellem Erfolg oder sexueller Orientierung, eine unauslöschliche Würde besitzt, die ihm weder zu- oder abgesprochen wird. Jedes Problem, jede Verstrickung und jede Not, lassen trotz allem das durchscheinen. Die Arbeit mit Menschen ist, nicht zuletzt aus diesem Grund, für mich Berufung. Dies ist auch der Grund, weshalb ich mit meiner Paarberatung binationalen, interkulturelle, schwule und lesbische und multireligiöse Paare ansprechen möchte. Wie wir über Grenzen hinweg Liebe leben, zeigt sich für mich beispielhaft in der Weltstadt Berlin.

Lebensgeschichten, Beziehungsverläufe, Hoffnungen, Wünsche und Sorgen anderer Menschen anzuhören, ist nicht immer leicht. Vielleicht braucht es auch hier so wie eine innere Berufung all derjenigen, die im Bereich Paartherapie arbeiten. Angefangen hat alles bereits schon während meines Theologiestudiums, diverser Praktika in verschiedenen Pfarreien, etwa mit den Schwerpunkten Jugendarbeit und Seelsorge für Senioren. Als Seelsorger habe ich später in verschiedenen Gemeinden auch mit noch mehr Verantwortung gearbeitet, habe Menschen im Krankenhaus besucht, Trauernde begleitet, Verstorbene beerdigt, Jugendliche motiviert, Brautpaare auf die Hochzeit vorbereitet und verheiratet.

Natürlich kann man sich in solch einer Arbeit auch verlieren und sich dann verlieren, weil es nur um die Anderen geht. Da braucht es eine besondere Kunst, nämlich die Balance zwischen Mitgefühl einerseits und professioneller Distanz andererseits zu bewahren. Für mich ist das auch heute ein Grundsatz, den ich mir zu eigen mache: Schnell versucht vielleicht ein Paar, ein einzelner Partner, mich zu instrumentalisieren und in einen konflikthaften Streit dergestalt mit hineinzuziehen, dass ich dabei meine Neutralität verlieren würde. Für mich gehört zur paartherapeutischen Arbeit aber auch, Gehörtes und Erlebtes für eine Weile zurückzulassen. Das ist kein Desinteresse sondern ein Versuch, einen eigenen Kräftehaushalt aufrecht zu erhalten.

Aus Sicht des Systemischen Ansatzes, dessen Grundannahmen ich methodisch sehr gerne in meiner Arbeit aufgreife, hat jeder Mensch seine eigene Wirklichkeit; er konstruiert sie sogar. Für mich bedeutet dies, dass ich demgegenüber Respekt haben sollte und nicht vorschnell “wissend” urteilen darf. Der Konstruktivismus ist sozusagen der philosophische Hintergrund dieser Haltung. Nur der einzelne Klient, Klientin, weiß zunächst – der systemischen Sichtweise nach -, wie die je eigene individuelle Wirklichkeit aussieht, wie sie funktioniert und wie sie am Leben erhalten wird.

Meine Aufgabe sehe ich daher darin, durch Nachfragen und Rückmelden, in die Nähe dieser Realität zu kommen, versuchen zu verstehen und nicht eigene Denkschablonen oder Wertmuster von außen aufzudrängen, etwa als Theologe. Das hat für mich etwas unglaublich Befreiendes und Bereicherndes zugleich. Ich habe also einen Beruf, durch den ich täglich neu Menschen und Ihre Sicht auf die Welt, auf Liebe und Partnerschaft kennenlerne. Das hat zur Folge, dass ich auch selbst angeregt werde, Dinge neu zu sehen und einzuordnen; nicht stehen zu bleiben. Manchmal werde ich auch besonders von den Geschichten und Erlebnissen der Paare berührt. Dann denke ich selbst über mich, ein Beziehungsleben und meine Zukunft nach, was mir wichtig ist, was ich erreichen möchte und was mich glücklich macht.

Persönlich wichtig sind mir Empathie und auch ein wenig der Humor, der doch oftmals – aufgrund der vielen Konfliktmomente im Leben der Hilfesuchenden – auf der Strecke liegen geblieben ist. Wenn ich den Eindruck habe, dass meine Klienten frei und hoffnungsfroh in einem Gespräch sein können, dann habe ich das Gefühl, im Kontakt mit dem Paar zu sein; freilich ohne eine gebotene Distanz zu verlieren.

Dass mir die durch das Paar mitgebrachten Themen nicht unangenehm sind, möchte ich überdies gerne betonen. Manchmal ist es für Partner vielleicht sogar herausfordernder über intime Details, kurzum über eine Beziehungskrise zu sprechen. Vielleicht denkt man, man habe versagt, das mitgebrachte Beziehungsthema sei für mich langweilig oder eine Zumutung. Da gehört schon eine Portion Sprachfähigkeit, Mut und Offenheit dazu, sich einem zunächst Fremden mitzuteilen. “Nichts menschliches ist mir fremd!” ist für mich hier ein wichtiger Satz geworden.

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