Dipl.-Theol. Ferdinand Krieg, Berlin: Paartherapie.
Systemische Paartherapie / Paarberatung in Berlin.
Systemische Therapie / Beratung für Einzelpersonen.
Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie.

Raumerstraße 16 ·
10437 Berlin – Prenzlauer Berg


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Paartherapie (Paarberatung) für Lesben und Schwule in Berlin

Systemische Paartherapie (Paarberatung) für homosexuelle Paare

In Berlin Prenzlauer Berg lade ich Lesben und Schwule zu Systemischer Paartherapie (Paarberatung) und Beziehungsberatung für einzelne Partner/innen ein. Lesbisches und Schwules in aller Pluriformität heutiger Liebesbeziehungen und Partnerschaften soll Thema in meinen Beratungsgesprächen mit homosexuellen Paaren und Einzelpersonen sein.

Ich arbeite in Paargesprächen und Einzelgesprächen in der Raumerstraße 16, 10437 Berlin Prenzlauer Berg, in unmittelbarer Nähe zum Helmholtzplatz.

Paarberatung für Lesben und Schwule – Paarkonflikte und Beziehungskrisen

Zunächst einmal gilt, dass Menschen in Paarbeziehungen meist dieselben Konflikte durchlaufen, ungeachtet dessen, ob sie nun eine heterosexuell oder homosexuell ausgerichtete Paarbeziehung führen. Allgemeine Paarkonflikte – ausgelöst durch ständigen Streit, eifersüchtiges Verhalten, sexuelle oder emotionale Untreue (Fremdgehen, Seitensprung, Affäre), Vertrauensverlust, Kommunikationsprobleme, unterschiedliche Beziehungsvorstellungen, Nähe-Distanz-Problematiken – stehen daher selbstverständlich auch im Fokus meiner Arbeit mit heterosexuellen und homosexuellen Paaren gleichermaßen.

Meine Paarberatung soll dabei ein moderiertes Gesprächsangebot für Paare und einzelne Partner*innen sein, die eine Einschätzung von Außen wünschen und mit mir gemeinsam über alternative Handlungs- und Denkweisen für Ihre Paarbeziehung suchen möchten.

Homosexuelle Lebenswelten in Szene und Paarbeziehung

Neben allgemeinen Themen spielen in meiner Paarberatung für gleichgeschlechtliche Paare mitunter auch spezifische Anliegen eine Rolle. Offen und selbstbewusst als homosexuelles Paar zu leben, ist für viele Lesben und Schwule, im Rahmen einer Paarberatung mit mir, ein Thema. Dabei wird auch über typisch lesbisches oder schwules Beziehungsleben in der queeren Community, bzw. Lesbencommunity oder Schwulenszene gesprochen und wie sich dieses, aus Sicht der Partnerinnen und Partner auf die jeweils eigene Paarbeziehung auswirkt.

Diesbezüglich kommen einzelne Partnerinnen und Partner erfahrungsgemäß mitunter auch zu deutlich unterschiedlichen und voneinander abweichenden Einschätzungen und Bewertungen. Eine Spannung innerhalb einer lesbischen oder schwulen Paarbeziehung kann etwa deswegen von einzelnen Partner*innen wahrgenommen, weil die oder der eine mehr Freiheiten wünscht und der oder die andere derzeit auf der Suche nach Verbindlichkeit und Sicherheit für die Paarbeziehung ist.

Lesbische und schwule Paarbeziehungen im Kontext sexuell pluriformer Praxis und Angebotskultur

Sex und sexuelle Praktiken dürfen Thema für eine Paarberatung sein. Lesbische und Schwule Paare erlebe und beobachte ich als nicht selten im Kontext lesbischer und schwuler Liebes- und Lebenswelten stehend. In Berlin gibt es eine große und bunte Angebotskultur an Sex, Szene- und Nightlife, Clubs und einschlägigen Veranstaltungen für Heteros, Lesben und Schwule. Das macht manches aufregend und anregend, manchmal auch kompliziert. Zumindest sind Paarbeziehungen häufig nicht losgelöst von einer vielgestaltigen sexuellen Angebots- und Lebenskultur in der Weltstadt Berlin verstehbar. Manchmal gehen beide Partner/innen aus und nutzen leidenschaftliche Angebote und ihre Praktiken, manchmal ist es aber auch nur eine Partnerin oder nur ein Partner. Oder es wird von einer, einem oder beiden Partner/innen der Versuch unternommen, erlebtes in die Paarbeziehung zu Hause zunintegrieren. Vielleicht kommt es auch zu Konflikten, weil die primäre Paarbeziehung dadurch, zumindest von einer Partnerin, von einem Partner, als bedroht angesehen wird.

Kulturelle Herkunft und Prägung bei Lesben und Schwulen – Konflikte für die Paarbeziehung?

Manchmal möchte ein Paar im Rahmen einer Paarberatung für gleichgeschlechtliche Paare vielleicht auch thematisieren, dass religiöse Prägung und kulturelle Herkunft die Wertschätzung für die Bisexualität oder Homosexualität mindern oder ganz verhindern. Dies kann zu einem schmerzhaften Konflikt bei Lesben und Schwulen führen und zu Auseinandersetzungen mit Mitgliedern der eigenen Herkunftsfamilie oder mit der eigenen Partnerin oder dem eigenen Partner führen, der eine offen gelebte Homosexualität aus Furcht ablehnt. Hier stellt sich die Frage, in wieweit eine Einstellungs- und Verhaltensänderung durch ablehnend gesinnte Familienmitglieder realistisch erscheint. Was können wir erwarten? Womit müssen wir uns abfinden?

Klassisch heteronormative Rollenbilder von „Männlich“ und „Weiblich“ in unserer Paarbeziehung?

Klassische Rollenzuweisungen „männlich“,“weiblich“ können in einer gleichgeschlechtlichen Beziehung abgemindert, verändert oder ganz über Bord geworfen werden. Manches Paar thematisiert das in meiner Paarberatung.

Ich habe den Eindruck, dass sich manche Partnerin und mancher Partner bewusst dafür entscheidet, die Frage, wer in einer gleichgeschlechtlichen Paarbeziehung denn typisch Mann und wer typisch Frau sei, bewusst unbeantwortet zu lassen. Nicht jedem Paar scheint diese heteronormative Kategorisierung hilfreich zu sein, wenn es um das Miteinander in einer Partnerschaft geht. bzw. „Mann-Sein“ und „Frau-Sein“ vor dem Hintergrund ihres homosexuellen Lebensverständnisses anders gesehen und gelebt werden sollen.

Andere Paare hingegen legen bewusst Wert auf diese Rollen- und Typenbeschreibungen, wenn Sie zum Bespiel das klassische Bild des „richtig männlichen Mannes“ oder der „korrekt weiblichen Frau“ bedienen möchten. Ich freue mich, dass auch im Sinne der LSBTTIQ-Lebenswirklichkeiten weitergedacht, umgedacht und neu gedacht wird.

Klassische Beziehungsformen und offene Beziehung

Auch das Thema der Form oder des Modells einer partnerschaftlichen Beziehung wird von schwulen oder lesbischen Paaren in meiner Paarberatung aufgegriffen. Welches Modell einer Beziehung trägt uns und bietet einen passenden Rahmen für unser Miteinander?

Natürlich sind homosexuelle Beziehungsformen so vielseitig wie ihre heterosexuellen Pendants. Es gibt hier die klassische monogame Paarbeziehung, die („Homo-„) Ehe, offene Beziehungen und es gibt kurze Beziehungsformen, in denen insbesondere sexuelles Ausleben einen hohen Stellenwert hat. Und es gibt ihn auch hier: den One-Night-Stand.

Für viele lesbische oder schwule Paare aber besteht der Wunsch, klassische Beziehungsformen zu überdenken und die je eigene Partnerschaft ganz neu und individuell zu definieren, bei gleichzeitiger Suche nach Treue und Verbindlichkeit; etwa in einer offenen Beziehung. Auch das könnte ein besonderes Thema für eine Paararbeit sein.

„In unserem Kulturkreis ist ein gesellschaftlicher Wandel zu beobachten: Die klassische Ehe, die sich als exklusive und monogame Paarbeziehung von christlichen Moralvorstellungen und Idealen der bürgerlichen Gesellschaft ableitet, sieht sich mit einer Vielzahl alternativer Beziehungsmodelle konfrontiert: von der Homo-Ehe und Lebenspartnerschaften über offene Beziehungen und polyamore Verbindungen bis hin zu „friends with benefits“, also einer Art „Fuckbuddy“-Verbindung reicht die Palette.“ – Krieg, Ferdinand: Paarberatung für gleichgeschlechtliche Paare. Die Liebe in all ihren Facetten würdigen. In: Psychotherapie im Dialog (PID) „Paartherapie“, 4/2014, S. 63. – Und ein befreundeter Sexualtherapeut, hat mir zu verstehen gegeben, dass bereits ein flüchtiger Sexualkontakt im Darkroom eine Form zwischenmenschlicher Beziehung darstelle.

Lesbische und schwule Paare sehen sich vielleicht in der Vielzahl potentiell wählbarer Beziehungsvariationen auch herausgefordert; nicht nur als Qual der Wahl, sondern auch in Bezug auf die konkrete Ausgestaltung und Umsetzung einer gewählten Beziehungsform in Alltag und Lebenswirklichkeit. Denn möglicherweise sehen sie sich in der Verantwortung zu erfragen, was der jeweils andere Partner, die andere Partnerin beabsichtigt und wie – danach individuell ausgerichtet – die eigene Beziehung zu definieren sei.

Lesbische und schwule Paare sehen sich vielleicht aber auch eingeladen, die Freiheit, das je eigene Beziehungsleben selbst zu gestalten und zu definieren, zu betonen. Insofern erlebe ich in meiner Arbeit mit Paaren nicht selten lesbische Partnerinnen und schwule Partner, die sich mit ihrer Partnerschaft wertschätzend aber auch kritisch auseinandersetzen und nach dem Wohl und Wehe ihres gleichgeschlechtlichen Beziehungslebens fragen. Dabei haben sie liebevoll sowohl ihre Partnerinnen und Partner, als auch sich selbst und die eigenen Bedürfnisse im Blick.

Themen für eine Paarberatung mit gleichgeschlechtlichen Paaren

Systemische Paarberatung für lesbische und schwule Paare biete ich etwa zu folgenden Themen an:

  • Wie gehen wir mit Streit und dysfunktionaler Kommunikation um?
  • Vertrauen und Misstrauen, Nähe und Distanz in Balance?
  • Wie leben wir unsere Paarbeziehung in Öffentlichkeit und beruflichem Kontext?
  • Stehen unsere Herkunftsfamilien zu uns?
  • Wie gestalten wir Verbindlichkeit und Treue in unserer Partnerschaft?
  • Sexuelle Angebotskultur in Internet und Szene: Was teilen wir mit Anderen und was bleibt in der Beziehung?
  • Wie leben wir Sexualität in unserer Paarbeziehung?
  • Paar-Sein angesichts von HIV+
  • Sollen wir unsere Paarbeziehung öffnen? Was spricht dafür? Was spricht dagegen?
  • Wie leben wir unsere Paarbeziehung trotz Altersunterschiedes oder kultureller Unterschiede?
  • Leben als Regenbogenfamilie und Patchworkfamilie – Wie klären wir Rollen und Aufgaben?
  • Familienfreude oder Familienfrust? Wie leben wir Partnerschaft und Familiesein?

Veröffentlichungen zum Thema lesbische und schwule Paarbeziehung

Für das Fachmagazin „Psychotherapie im Dialog“ habe ich über meine Praxiserfahrung aus der Paarberatung für gleichgeschlechtliche Paare einen Artikel geschrieben [hier als externer Link]: Ferdinand Krieg: Paarberatung für gleichgeschlechtliche Paare. Die Liebe in all ihren Facetten würdigen. In: Psychotherapie im Dialog (PID), 4/2014, S.62-65.

Dem Schweizer Schwulenmagazin Mannschaft habe ich z.B. Fragen zum Thema „Offene Beziehung“ beantwortet. Entstanden ist ein lesenswerter Artikel über sexuell offene Beziehungen schwuler Männer: Stehle, Markus: Mehr Abwechslung, mehr Spannung, mehr Risiko. In: Schweizer Schwulen-Magazin „Mannschaft“, 6/2015, 36-40.

Weiterführende Links

Zum Thema Paarberatung und gleichgeschlechtliche Partnerschaften, über schwules oder lesbisches Beziehungsleben und über mein Angebot an Paarberatung finden Sie Informationen auch hier:

Paartherapie (Paarberatung) in Berlin

Paarberatung am Wochenende

Paarberatung – Offene Beziehung

Exkurs: Systemische Therapie – Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz

Für Partnerinnen und Partner mit psychischen Problemen biete ich, als Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie, zudem eine Begleitung in Systemischer Therapie als Psychotherapie nach dem Heilpraktikegesetz an. Systemische Therapie biete ich neben Einzeltherapie z.B. auch im Mehrpersonensetting an. Zu ausgewählten Therapiesitzungen lade ich – nach Rüchsprache mit der Patientin, mit dem Patienten – Bezugspersonen aus sozialen Systemen, etwa einer Paarbeziehung oder Familie, ein. Gemeint sind etwa eine Partnerin, ein Partner, oder Familienmitglieder. Ich biete für diese gemeinsamen Sitzungen an, auch auf methodische Schritte aus der Systemischen Paartherapie oder der Systemischen Familientherapie zurückzugreifen. Sind Sie bereits in ärztlicher, psychotherapeutischer Behandlung (primäre Therapie), erbitte ich eine Einschätzung und Zustimmung Ihres Behandlers, Ihrer Behandlerin, zu einer zusätzlichen Begleitung durch mich.

Ferdinand Krieg

Diplom-Theologe: Studium der Theologie. Ehemals hauptberuflicher Seelsorger. Eigeninitiierter Ausstieg aus dem kirchlichen Dienst.

Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie: Erlaubnis zur berufsmäßigen Ausübung der Heilkunde ohne Bestallung beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie nach dem Heilpraktikergesetz.

Systemischer Therapeut und Berater (SG): Am Institut für Systemische Impulse und Ausbildung (isiberlin) für die beratende und therapeutische Arbeit mit Einzelpersonen, Paaren und Familien weitergebildet, zum Systemischen Therapeuten und Berater (SG) in Systemisch-lösungsorientierter Therapie, Familientherapie und Beratung; zertifiziert durch die Systemische Gesellschaft (SG).

Systemische Paartherapie (SIH): Weiterbildung in Systemischer Paartherapie, bei PD Dr.med. Dipl.-Psych. Arnold Retzer am Systemischen Institut Heidelberg (SIH).

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